Chefsache #52 - Warum Mitarbeiter nicht unternehmerisch denken können – und warum das völlig normal ist.

Shownotes

🎙️ Warum Mitarbeiter nicht unternehmerisch denken können

… und warum gute Führung genau dort beginnt.


🎯 Worum es in dieser Folge geht

Mitarbeiter erleben ihren Arbeitsalltag anders als Führungskräfte.

Sie sehen ihren Arbeitsplatz.

Führungskräfte müssen das gesamte Unternehmen im Blick behalten.

Genau daraus entstehen viele Missverständnisse.

Wenn Mitarbeiter mehr Personal fordern, mehr Verantwortung verlangen oder Entscheidungen infrage stellen, steckt dahinter häufig keine schlechte Einstellung – sondern eine andere Perspektive.

In dieser Folge geht es darum, warum das völlig normal ist, wie Führungskräfte zwischen Gefühl und Realität unterscheiden können und weshalb gute Führung ihre Entscheidungen transparent macht, anstatt sie einfach nur zu verkünden.

Denn erst wenn Menschen verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden, können sie beginnen, selbst unternehmerischer zu denken.


🔍 In dieser Folge erfährst du

  • Warum Mitarbeiter und Führungskräfte dieselbe Situation völlig unterschiedlich bewerten können.
  • Weshalb subjektiver Stress nicht automatisch objektive Überlastung bedeutet.
  • Warum Forderungen immer zuerst analysiert werden sollten – bevor Lösungen entstehen.
  • Welche drei Fragen dir helfen, die eigentliche Ursache eines Problems zu erkennen.
  • Weshalb gute Führung Entscheidungen erklärt und dadurch Verständnis statt Frust schafft.
  • Wie du Schritt für Schritt unternehmerisches Denken in deinem Team entwickelst.

📖 Praxisbeispiel

Anhand eines echten Beispiels aus einem Friseursalon wird deutlich, wie unterschiedlich Führungsaufgaben wahrgenommen werden.

Während Mitarbeiter eine Salonleitung hauptsächlich mit organisatorischen Aufgaben verbinden, umfasst diese Rolle in Wirklichkeit Verantwortung für Mitarbeiterentwicklung, Qualität, wirtschaftliche Ergebnisse, Konfliktlösung und Führung.

Ein gutes Beispiel dafür, warum unterschiedliche Perspektiven zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen.


🧠 Psychologische Hintergründe

Subjektive Arbeitsbelastung

Menschen erleben Belastung unterschiedlich.

Deshalb sind Aussagen wie „Wir schaffen das nicht mehr“ wichtige Hinweise – aber noch keine objektive Entscheidungsgrundlage.


Confirmation Bias (Bestätigungsfehler)

Unser Gehirn sucht bevorzugt nach Informationen, die unsere bestehende Meinung bestätigen.

Deshalb sollten Führungskräfte weder vorschnell zustimmen noch reflexartig widersprechen – sondern beobachten, analysieren und prüfen.


Prozedurale Gerechtigkeit

Menschen akzeptieren Entscheidungen deutlich leichter, wenn sie nachvollziehen können, wie diese entstanden sind.

Nicht nur das Ergebnis entscheidet über Akzeptanz.

Sondern der Weg dorthin.

Deshalb erklärt gute Führung ihre Entscheidungen.


💬 Die wichtigsten Gedanken der Folge

  • „Unternehmerisches Denken ist keine Frage der Intelligenz. Es ist eine Frage der Perspektive.“
  • „Mitarbeiter sehen Aufgaben. Führungskräfte müssen Zusammenhänge sehen.“
  • „Gefühl ist wichtig. Aber Gefühl ist keine Kennzahl.“
  • „Wer das Problem nicht beschreiben kann, sollte noch keine Lösung fordern.“
  • „Führung bedeutet nicht, Meinungen zu glauben. Führung bedeutet, Realität zu erkennen.“
  • „Mitarbeiter müssen nicht jede Entscheidung gut finden. Aber sie sollten verstehen, warum sie getroffen wurde.“
  • „Wer Entscheidungen erklärt, entwickelt unternehmerisches Denken.“

🛠️ Drei Fragen für deinen Führungsalltag

Bevor du auf eine Forderung aus deinem Team reagierst, frage dich:

1. Woran machen wir dieses Problem konkret fest?

2. Welche Aufgaben oder Ergebnisse zeigen, dass tatsächlich Handlungsbedarf besteht?

3. Welche anderen Ursachen könnten hinter dieser Forderung stecken – außer der offensichtlichsten?

Diese drei Fragen helfen dir dabei, Symptome von Ursachen zu unterscheiden.


🧩 Reflexionsfrage

Welche Forderung aus deinem Team hast du zuletzt vorschnell bewertet – ohne zunächst die Perspektive dahinter zu verstehen?


Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann teile sie gern mit jemandem, der gerade führt – oder geführt wird.

Und wie immer:

Sei gut zu dir. Sei klar mit deinen Mitmenschen und Mitarbeitern.

Jingle by ExplorerAUDIO

Transkript anzeigen

00:00:01: Unternehmerisches Denken beginnt dort, wo wir aufhören nur unseren Arbeitsplatz zu sehen.

00:00:05: Herzlich willkommen zur Chefsage den Podcast für Wirksam- und menschliche Führung!

00:00:09: Mein Name ist Markus und wir sprechen heute über ein Thema was natürlich immer wieder hochkommt und zwar wenn Personal Forderungen stellt.

00:00:15: Das Personal sagt, wir brauchen mehr Personal.

00:00:17: das Personal sagt wir brauchen neue Gerätschaften wir müssen etwas ändern wir müssen investieren usw.

00:00:24: Und natürlich stimmt es manchmal auch.

00:00:26: aber manchmal stimmt es eben nicht Und das Problem liegt dann manchmal an einer ganz, ganz anderen Stelle.

00:00:32: Deswegen geht es gar nicht darum brauchen wir mehr Personal sondern oftmals geht's da drum brauchen wir bessere Prozesse andere Prioritäten mehr Einverantwortung oder auch bessere Organisationen.

00:00:42: und gerade beim Thema Personal ist der Punkt so sprechen jetzt über Überlastungen also echte Überlastung oder gefühlt Überlastung, tatsächliche Überlastungen und wir als Führungskräfte müssen da natürlich agieren können.

00:00:55: Das heißt also im Endeffekt ist es so das liegt in unserer Verantwortung dass es uns gut geht.

00:00:59: Es liegt daran in unserer verantwortung dass es dem Unternehmen gut geht, dass unsere Abteilung gut geht und dass auch den Mitarbeitern gut geht.

00:01:06: Und wenn jemand sagt ey ich will mehr Personal oder brauchen mehr Personal dann sollte ich das auf der einen Seite ernst nehmen aber es gibt eben Teile die gehören zur Wahrheit Und wichtig ist dabei eben zu verstehen, jeder hat ja seine eigene Realität und wenn ein Mitarbeiter also unter der Arbeitsbelastung sozusagen gefühlt zu viel Drucker, zu viel Arbeit hat dann ist es im Endeffekt erstmal seine Realität ob das so ist oder nicht.

00:01:34: Welche Gründe es dazu gibt?

00:01:36: das sei erst mal hingestellt.

00:01:38: Das heißt, dass ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor der nämlich erstmal gefestigt gestellt werden muss und das sehe ich auch immer wieder und das habe ich auch kennengelernt jetzt auch.

00:01:46: Die Unternehmerin hat mich also angesprochen, hat gesagt ja mein Mitarbeiter hat von mir gefordert, dass wir jemanden einstellen müssen und zwar in einer leitenden Position.

00:01:57: Und dann hab' ich natürlich erstmal die Frage gestellt okay was heißt denn das?

00:02:00: Was soll derjenige denn machen wenn du schon darüber sprichst, dass hier jemand in einer Leitendenposition brauchen Ja, der soll Erledigung machen.

00:02:08: Hä?

00:02:10: Also eigentlich Aufgaben die delegierbar sind?

00:02:13: Dafür sollst du eine leitende Position anstellen Das macht ja gar keinen Sinn.

00:02:18: Und dann kam sie natürlich zum Punkt Ja wollte das erklären Meine Mitarbeiter sind in einer anderen Stelle eben überlastet Das heißt die können diese Erledigungen nicht leisten.

00:02:25: Deswegen brauchen wir jemanden der das macht.

00:02:28: So und das ist natürlich erst mal Punkte eins.

00:02:29: Der erste Gedankenfehler alles klar eine leitende Funktion dafür brauchst gar nicht.

00:02:34: Dafür brauchst du vielleicht einen Griffügel beschäftigen, weil das ja ein Job ist für den eine Leiterin der Mitarbeiterin natürlich überbelastet wäre auch sie selber die Chefin ist und nicht selber mit in der Filiale arbeiten sozusagen auch dafür überfordert wäre.

00:02:50: Und wenn die Mitarbeiter es nicht hinkriegen dann muss man dafür eben jemanden einstellen.

00:02:54: Dann war eben der zweite Schritt alles klar.

00:02:56: wie sieht denn eigentlich so deine Arbeitsbelassung Ablauf aus deiner Mitarbeiter.

00:03:01: Ist das alles klar geregelt, gibt es klare Prozesse mit einem drum und dran?

00:03:05: Man sagt sie ist schon stressig okay dann lass uns doch mal im Detail angucken.

00:03:09: Und dann war's auch noch so dass wir dann auch noch vor Ort waren.

00:03:13: und wer hat sozusagen eine Raucherpause gemacht die eigentlich gar nicht genehmigt ist in der Zeit wo er da arbeiten können?

00:03:23: genau den Mitarbeiter der das gefordert hat.

00:03:25: Das heißt also im Endeffekt haben wir gesehen alles klar.

00:03:29: Es geht gar nicht erstens darum, dass wir jemanden brauchen, der eine leitende Funktion übernimmt.

00:03:33: Sondern wenn bräuchten überhaupt jemanden, der Einkaufstätigkeiten und so weiter macht?

00:03:37: Zweitens haben wir Mitarbeiter die nicht effizient arbeiten.

00:03:41: Das heißt sie mehr Pausen machen als sie eigentlich sollten!

00:03:44: Die sich Freiheiten nehmen wo sie eigentlich arbeiten sollten.

00:03:47: Das heisst wir sprechen also über Effizienz, die in dem Fall nicht gegeben war.

00:03:52: Und was wäre da passiert?

00:03:53: Ich hätte jemand eingestellt, die Mitarbeiter hätten sich noch weiter zurückgelehnt.

00:03:57: Ich hätte jemand überbezahltes eingestellt für eigentliche Aufgaben, die einen Azubi machen könnte.

00:04:02: Die ein Praktikant machen könnte, die vielleicht einen Gerätfügt-Beschäftigter machen könnte und hätte also auch hier eine leitende Funktion vielleicht reingeholt, die natürlich irgendwann gekündigt hätte, weil sie sagt ich wollte hier leitend arbeiten jetzt sowieso.

00:04:16: Eventuell wäre sogar das soweit eskaliert dass die Mitarbeiter gesagt hätten eigentlich sollst du uns den Rücken frei halten und jetzt willst du hier leiten Arbeiten übernehmen Und Dinge tun oder Dinge von uns.

00:04:28: Du willst Dinge von Uns Die Eigentlich Du Machen Sollte Es.

00:04:31: Das heißt Da Wären Erwartungs Bild Entstanden Das Hätte Definitiv Konflikte Gegeben und Natürlich Aber auch Hätte Das Ein Riesenkosten Block Gegeben der einfach nicht gegeben wäre.

00:04:41: Und das heißt ganz klar ist, Gefühl vs Realität ist erstmal die wichtigste Feststellung und das ist immer so.

00:04:48: dieser Punkt Rationalität & Emotionalität und ich finde es gut wenn jemand aufgrund von seinem Bauchgefühl Entscheidungen trifft.

00:04:56: mir ist aber wichtig dass dein Bauch gefühlt auf Daten und Fakten basiert.

00:04:59: Das heisst wenn du sagst hey meine Mitarbeiter sind ausgelastet dann werde ich dich fragen okay weißt Du das?

00:05:06: Weißt Du eigentlich wie ausgelasted deine Mitarbeiter wirklich sind?

00:05:10: Und wenn die dann sagen, ja sie haben Dauerstress und zwei Stunden später sitzt der selbe Mitarbeiter in einer Pause, die nicht als Pause vorgesehen ist.

00:05:18: Dann sag ich hey!

00:05:19: Nicht Pausen sind schlecht aber es gibt hier Lehrlauf.

00:05:23: Die Frage ist dann wie wird dieser Lehrlauf genutzt?

00:05:26: Menschen erleben Belastungen unterschiedlich.

00:05:28: Gefühle sind definitiv real und Emotionen sind auch real Aber Sie sind keine Kennzahl.

00:05:33: Das heißt also Wenn jemand sagt Hey Ich bin ausgelastet Dann kann es zum Beispiel sein, dass er in diesem Tag eben wirklich Belastungsspitzen hat.

00:05:41: Aber mehr als dreißig Minuten Pause macht!

00:05:45: Ich finde das immer ganz stark, als ich das selber festgestellt habe wenn meine Mitarbeiter sagen ja ich gehe nur zwei Minuten rauchen und die Entscheidung wie geraucht wird ist ja vollkommen fein.

00:05:59: aber ob das wirklich zu zwei Minuten sind also gefühlte zwei Minuten oder nicht?

00:06:03: Das haben wir dann mal festgestellt und wir waren locker bei elf Minuten.

00:06:06: Das heißt die Entscheidung, ich gehe jetzt ein Rauchen führt eben dazu dass der Mitarbeiter an den Spind geht.

00:06:10: Dass er ins Spind aufs Handy guckt das er noch mal auf Toilette geht, dass es sich im Spiegel nochmal anguckt was weiß ich da alles gemacht wurde aber wir waren definitiv nicht bei zwei Minuten auch wenn sich das so anfühlt und das ist eben der Punkt wo du ganz klar entscheiden musst alles klar weiss ich es genau oder eben nicht.

00:06:26: das heißt Gefühle sind wichtig aber sie sind keine Kennzahl.

00:06:29: Und natürlich ist der Punkt Das Mitarbeiter häufig auch nicht unternehmerisch denken und das ist gar kein Vorwurf.

00:06:34: Mitarbeiter kennen ihren Arbeitsplatz, sie kennen aber nicht die Personalkosten, Sie können den Gewinn, Sie kennen nicht die Miete, Sie kenn ich die Versicherung, Die kennen nicht der Rücklagen, das müssen Sie auch nicht zwingend wissen!

00:06:46: Sie kennen auch nicht die Prozesse, die zum Beispiel in der Logistik hinten dran sind.

00:06:50: Mein bestes Beispiel dafür war... Ich hatte einen Mitarbeiter in der Filiale, er ruft mich an hat sich exorbitant darüber beschwert dass ein Teil der Ware nicht angekommen ist.

00:07:00: Das heißt, wir sprechen ja ganz klar.

00:07:01: es ging darum dass eben Fleisch gefehlt hat und da war der Sting sauernd.

00:07:04: das kann nicht sein mit einem drinnen an.

00:07:07: die Hintergründe waren relativ schnell geklärt Es ist einen Laster ausgefallen d.h.

00:07:11: in der Lidlzentrale ist ein Laster mit fünfzigtausend Euro Fleisch angekommen was warm war.

00:07:17: Und was glaubst du denn?

00:07:18: wie ging es den Mitarbeiter in der Logistik in dem Moment?

00:07:20: Dass er zwanzig Filialen informieren muss dass heute kein Fleisch kommt oder kaum Fleisch kommen.

00:07:26: Und dann habe ich die beiden mal miteinander connecte, dann hab' ich sogar mein Filialiter mal in die Logistik gesteckt.

00:07:31: Danach hatte der ein Verständnis dafür.

00:07:33: das war nur plötzlich beste Freunde.

00:07:34: vorher war da so ein dummer logistik Mitarbeiter der gar keine Ahnung hat und der nichts kann.

00:07:38: jetzt hat sich das Bild komplett gedreht.

00:07:41: Das heißt wenn Informationen fehlen interpretiere ich natürlich und wenn nicht keine Information haben dann interpretier ich auch gerne mal falsch.

00:07:48: das sind eben unterschiedliche Perspektiven.

00:07:50: Der eine hat Sein Arbeitsplatz im Blick, der andere hat eben das Unternehmen im Blick.

00:07:55: Und das ist auch wichtig, dass du diesen Blick nicht verlierst.

00:07:58: Natürlich hilft es dir wenn du aus vielen Perspektiven drauf schaust.

00:08:02: Das heißt wenn du Informationen von verschiedenen Mitarbeitern bekommst aber auch deinen Blick dabei behält und das ist nun mal der unternehmerische Blick den Du haben solltest.

00:08:10: Das heisst unternehmerisches Denken ist auch keine Frage der Intelligenz.

00:08:14: Es ist immer eine Frage der Perspektive.

00:08:16: Und entweder lässt du diese Perspektivwechsel zu Oder du hast diese Perspektiven und bringst die Summe der Information zusammen, und triffst dann eine Entscheidung, die wichtig ist fürs Unternehmen.

00:08:28: Und natürlich kann es trotzdem sein dass Mitarbeiter trotzdem recht haben!

00:08:31: Dann solltest du nicht sagen er hat keine Ahnung, denn Mitarbeiter erkennen Probleme häufig auch früher weil sie eben näher dran sind.

00:08:40: Jetzt ist natürlich die Frage wenn jetzt der Mitarbeiter kommt und sagt wir brauchen mehr Personal Dann darfst du natürlich Gegenfragen stellen und zu sagen, okay woran erkennst du das wir mehr Personal brauchen.

00:08:50: Welche Aufgaben bleiben denn konkret liegen?

00:08:55: Was schaffen wir also objektiv nicht?

00:08:58: Und was würde morgen besser laufen wenn eine andere Person mehr da wäre?

00:09:03: Wenn dann keine konkreten Antworten kommen, dann liegt das Problem häufig Wonders.

00:09:08: Das heißt für dich ist es auch wichtig nachzufragen und dir das erklären zu lassen.

00:09:13: Und selbst dann wirst du ja auch schon merken, okay gibt es Gründe warum die Sachen da liegen oder nicht?

00:09:17: Man nennt das auch gerne eine sogenannte Warum-Kette.

00:09:20: Es kommt aus dem Design-Pinking.

00:09:22: Das heißt wenn jemand sagt Okay wir brauchen mehr Personal.

00:09:24: Warum Ja wir haben sonst Zu wenig Alltagsmaterial was wir eben brauchen in der Filiale.

00:09:30: Warum?

00:09:31: Ja wir kommen nicht dazu.

00:09:32: Warum?!

00:09:34: Ja es ist so stressig bei uns!

00:09:35: Okay warum ist es denn stressig?

00:09:37: Ja weil Dinge nicht geklärt sind.

00:09:39: Aha Warum sind Sie nicht geklärt?

00:09:43: Weil wir nicht darüber gesprochen haben, weil es nicht aufgeschrieben ist.

00:09:45: Weil's nicht klar delegiert ist!

00:09:46: Okay du hast ein ganz anderes Problem kein Personalproblem Du hast ein Delegationsproblem und du hast einen Prozessproblem.

00:09:53: Und genauso sieht das dann auch dass du dir auch das vielleicht mal angucken musst.

00:09:56: warum hat er denn zu viel Stress der acht Stunden Arbeitszeit?

00:10:00: Der hat ein gewisses Aufkommen am Kunden.

00:10:02: eigentlich müsste das doch reichen.

00:10:04: okay Dann muss ich mir ebenal die Tätigkeit anschauen.

00:10:08: Das haben wir allein schon gesehen, wenn ich mir Mitarbeiter angucke wie sie wahre vorrollen.

00:10:12: Mitarbeiter kommt zu mir in die Filiale sagt Markus hat nicht genügend Zeit.

00:10:16: Okay warum nicht?

00:10:17: Ja es ist so stressig!

00:10:17: Es ist zu viel Ware.

00:10:19: Okay alles klar.

00:10:20: und dann denke ich mir okay warum kriegen das aber andere Mitarbeiter mit derselben Menge hin?

00:10:24: eher aber nicht Ich weiß es nicht, also muss ich was tun?

00:10:26: Ich muss das mir angucken.

00:10:28: Und dann sehe ich's auf einmal und dann seh' ich eben ganz klar was los ist.

00:10:31: Das heißt wer erstens das Problem nicht beschreiben kann sollte auch keine Lösungen fordern.

00:10:36: und du solltest auch das Problem beschreiben können und zwar nach dieser Warum Kette so dass du dir ganz genau anguckst was ist eigentlich los.

00:10:43: Das heisst gute Führung prüft immer was eben abläuft und deswegen musst du beobachten Du musst mitlaufen Fragen und analysieren.

00:10:56: Und dann bekommst du natürlich Zahlen, Daten, Fakten!

00:11:02: Natürlich ist es so der Mitarbeiter bekommt immer oder findet immer Beweise für das was er ohnehin glaubt.

00:11:09: aber Du brauchst Fakte keine Vermutung.

00:11:13: deswegen Führung bedeutet nicht Meinung zu glauben.

00:11:16: Führungen bedeutet die Realität zu erkennen und sie sichtbar zu machen.

00:11:20: Im Endeffekt bist Du dann ein kleiner Wissenschaftler.

00:11:24: Wissen zu schaffen Das ist die Aufgabe der Wissenschaft.

00:11:27: D.h.,

00:11:27: du musst eine kleine Analyse machen, du musst ein bisschen forschen und dann natürlich auch ganz wichtig erklär deine Entscheidung!

00:11:35: Der größte Fehler ist dann nicht mehr weiterzuführen und das sorgt da natürlich für Frustration beim Mitarbeiter weil er bringt ja Ideen ein und somit sagt er ja auch hey ich bin an einer Verbesserung interessiert egal ob es für mich selber ist oder egal ob das fürs Unternehmen ist oder ob das für die Kollegen ist was ihr erstmal etwas Gutes ist.

00:11:53: Und wenn Du dann dagegen entscheidest dann solltest du eine Wertschätzung entgegenbringen, weil du bist ja von Ideen auch abhängig.

00:12:00: Du bist vom Mitarbeitern abhängigt die mit Kunden sprechen und sie sind näher dran als du.

00:12:05: das heißt sie sind die bessere Fachkraft als du.

00:12:08: Und dann solltest du zumindest sagen alles klar hey ich erkläre dir jetzt genau warum.

00:12:13: Das heißt die Details sind wichtig damit auch er den Perspektivwechsel bekommt.

00:12:19: Das heißt also Menschen akzeptieren Entscheidungen wenn Sie verstehen wie sie entstanden sind und nicht nur was entschieden wurde.

00:12:27: Deswegen tun wir uns so oft mit politischen Entscheidungen schwer, weil ich auch ganz klar für mich immer sage, ey!

00:12:32: Ich habe keine Ahnung, was auf einer weltpolitischen Ebene stattfindet und wie viele verschiedene Einflussfaktoren es gibt.

00:12:40: Deswegen regge ich mich da drüber auch mal gar nicht auf, denn ich hab' keine Ahnung davon.

00:12:44: Aber wo ich eine Ahnung von habe ist von meinen unternehmerischen Entscheidungs- und die muss ich dann eben auch

00:12:49: reprizieren.".

00:12:50: Die muss ich mitgeben.

00:12:52: Und das muss ich eben sagen, dass ich eben sage, alles klar!

00:12:55: Ich habe mir eine Auslassung angeschaut?

00:12:57: Ich hab mir mitgelaufen... Ja wir haben Stoßzeiten aber wir haben auch Leerlauf und aktuell wird dieser Leerlaufe für das und das genutzt nicht so effizient wie es eigentlich sein könnte.

00:13:09: Was aber fehlt sind Aufträge von mir.

00:13:11: was fehlt ist eine klare Delegation.

00:13:13: was fehlt sind Abläufe und darum werde ich mich kümmern und somit werde ich euren Arbeitsalltag erleichtern.

00:13:19: Ich werde Belastungsspitzen versuchen rauszunehmen und werde dann eben ganz klar sagen, als klar dessen die Gründe warum ich mich dagegen entschieden habe dass wir Personal einstellen.

00:13:29: Und das ist eine Entscheidung aber mit einer komplett anderen Wirkung.

00:13:32: Denn ich hab es auch schon mal erlebt Eine Geschäftsführerin ist aus dem Unternehmen heraus.

00:13:37: Es wurde sofort Personal eingestellt.

00:13:39: Sie kam nach zwei Jahren wieder.

00:13:40: Was musste sie also machen?

00:13:43: Genau dieses Personal wie da rausnehmen weil es viel zu teuer war Aber weil sie sehr, sehr prozessorientiert war und Klarheit gesorgt hat.

00:13:49: Und Mitarbeiter müssen nicht jede Entscheidung gut finden aber die sollten verstehen warum sie getroffen werden.

00:13:55: Somit hast du dann auch Lerneffekte was Wirtschaftlichkeit angeht, was Priorisierung angeht das Prozess angeht was Kosten angeht Was Zusammenhänge angeht.

00:14:04: Du entwickelst somit unternehmerisches Denken.

00:14:07: Wer Entscheidungen also erklärt der entwickelt auch Unternehmerisches denken.

00:14:11: Dein Aufgabe als Führungskraft ist es nicht immer ja oder nein zu sagen sondern Menschen mitzunehmen.

00:14:15: Jede Entscheidung ist gleichzeitig auch eine Lernchance für deine Leute.

00:14:19: Und wenn Mitarbeiter verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden, dann denken sie auch langfristig unternehmerischer.

00:14:25: und das ist doch das was du willst!

00:14:27: Denn guter Chef sind bärlich und wenn Mitarbeiter gute Entscheidungen treffen, dann machst du etwas richtig.

00:14:33: Denn gute Führung erfüllt nicht jede Forderung.

00:14:36: Gute Führungen versteht das Problem dahinter, trifft eine klare Entscheidung und erklärt es den Menschen so dass die daran wachsen können.

00:14:44: Deswegen frag mal dich Welche Forderungen aus deinem Team hast du bisher entweder zu schnell geglaubt oder zu schnell abgelehnt, ohne wirklich zu prüfen und dann anschließend auch zu erklären?

00:14:56: Das war Chefsache für heute.

00:14:58: Wie immer sei gesund, bleib stabil!

00:15:02: Sei gut zu deinen Mitarbeitern mit Menschen, sehr gut zu deinen Kollegen, sei gut zu den Leuten.

00:15:09: In diesem Sinne euer Markus.

00:15:10: Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.