Chefsache #56 - Doch. Als Chef solltest du beliebt sein.

Shownotes

🎙️ Doch. Als Chef solltest du beliebt sein.

Warum Sympathie eine Führungsstärke ist – und wann der Wunsch, gemocht zu werden, zum Problem wird

„Meine Mitarbeiter müssen mich nicht mögen. Sie müssen mich respektieren.“

Ein Satz, der sich hartnäckig in der Führungswelt hält.

In dieser Folge von Chefsache geht es um die Frage, warum Sympathie und gute Führung eben keine Gegensätze sind – und warum es für Führungskräfte sehr wohl relevant sein sollte, ob Menschen gerne mit ihnen arbeiten.

Denn Härte ist nicht automatisch Führungsstärke. Und Distanz schafft noch lange keine Autorität.


Darum geht es in dieser Folge

Sympathie ist mehr als „nett sein“

Menschen sollten grundsätzlich gerne mit ihrer Führungskraft arbeiten.

Nicht, weil der Chef jeden Wunsch erfüllt.

Sondern weil sie wissen:

  • Ich kann mit diesem Menschen reden.
  • Ich werde ernst genommen.
  • Gespräche und Meetings haben einen Wert.
  • Fehler können angesprochen werden.
  • Ich weiß, woran ich bin.

Sympathie und Konsequenz schließen sich nicht aus.


Wie entsteht Sympathie in Führung?

Sympathie lässt sich nicht einfach anordnen. Führungskräfte können aber Bedingungen schaffen, unter denen echte Beziehung entstehen kann.

Dazu gehören unter anderem:

Nähe: Mitarbeiter dürfen auch den Menschen hinter der Führungsrolle kennenlernen.

Gemeinsamkeiten: Gemeinsame Erfahrungen, Interessen und auch Humor können Verbindung schaffen.

Echtes Interesse: Nicht nur nach Ergebnissen fragen, sondern sich für den Menschen interessieren – und sich auch beim nächsten Gespräch noch daran erinnern.

Eigene Fehler zugeben: Ein ehrliches „Da lag ich falsch“ kostet nicht automatisch Autorität. Im Gegenteil: Kompetenz und Menschlichkeit können sehr gut nebeneinander bestehen.

Selbstironie und Offenheit: Führungskräfte müssen nicht permanent beweisen, dass sie unfehlbar sind.

Menschen bauen keine Beziehung zu deiner Stellenbeschreibung auf. Sie bauen Beziehung zu dir auf.


Wo Sympathie zum Führungsproblem wird

Der entscheidende Unterschied:

Möchte ich gemocht werden – oder muss ich gemocht werden?

Problematisch wird es, wenn das eigene Bedürfnis nach Anerkennung Entscheidungen beeinflusst.

Zum Beispiel wenn du:

  • schlechte Leistung nicht ansprichst
  • notwendige Konflikte vermeidest
  • Grenzen nicht setzt
  • lieber Ja sagst, obwohl ein Nein notwendig wäre
  • immer wieder Ausnahmen machst
  • Konsequenzen nicht ziehst
  • Harmonie mit guter Führung verwechselst

Der zentrale Gedanke:

Du solltest wollen, dass deine Mitarbeiter dich mögen. Du solltest es nur nicht brauchen.


Ein Mitarbeiter darf dich auch mal scheiße finden

Gute Führung bedeutet nicht, dass Mitarbeiter jede Entscheidung mögen müssen.

Vielleicht lehnst du einen Wunsch ab.

Vielleicht gibst du unangenehmes Feedback.

Vielleicht entscheidest du dich bei einer Beförderung für jemand anderen.

Vielleicht musst du eine klare Grenze setzen.

Dann darf ein Mitarbeiter enttäuscht oder auch sauer auf dich sein.

Die entscheidende Frage ist:

Kannst du das aushalten, ohne deine Entscheidung nur deshalb zu verändern, damit wieder Harmonie herrscht?

Denn:

Gute Führung zeigt sich nicht daran, ob Menschen dich immer mögen. Sondern daran, ob die Beziehung auch dann trägt, wenn sie deine Entscheidung nicht mögen.


Der Selbsttest für Führungskräfte

Frag dich einmal ehrlich:

1. Freuen sich meine Mitarbeiter grundsätzlich auf Gespräche mit mir – oder haben sie eher Bauchschmerzen?

2. Kennen meine Mitarbeiter auch den Menschen hinter meiner Funktion?

3. Kann ich vor meinem Team sagen: „Da lag ich falsch“?

4. Interessiere ich mich wirklich für meine Mitarbeiter – oder hauptsächlich für ihre Leistung?

5. Kann ich einem Mitarbeiter, den ich persönlich sehr mag, trotzdem ein klares Nein geben?

Gerade die letzte Frage trennt Beziehung von Abhängigkeit.


Der wichtigste Gedanke der Folge

Gute Führung muss nicht kalt sein.

Sie darf Nähe haben.

Sie darf humorvoll sein.

Sie darf menschlich sein.

Und sie kann gleichzeitig klar, konsequent und manchmal unbequem sein.

Sei eine Führungskraft, mit der Menschen gerne arbeiten – aber nicht eine Führungskraft, die alles tut, damit Menschen sie mögen.


🧠 Entwicklungsfrage

Arbeiten deine Mitarbeiter gerne mit dir – oder arbeiten sie nur für dich?


Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann teile sie gern mit jemandem, der gerade führt – oder geführt wird.

Und wie immer:

Sei gut zu dir. Sei klar mit deinen Mitmenschen und Mitarbeitern.

Jingle by ExplorerAUDIO

Transkript anzeigen

00:00:08: Ich bin nicht hier um beliebt zu sein, ich bin hier um respektiert zu werden.

00:00:23: Das ist ein Satz den ich immer wieder höre und darüber müssen wir heute sprechen.

00:00:28: Herzlich willkommen zur Chefsache dem Podcast für menschliche und klare Führung.

00:00:31: mein Name ist Markus und wir sprechen heute über das Thema Beliebtheit!

00:00:36: Das heißt es ist die Frage musst du beliebt sein oder nicht?

00:00:40: Und hilft es dir weiter oder

00:00:42: nicht?!

00:00:44: Natürlich hilft es dir weiter und natürlich sollten deine Mitarbeiter dich mögen.

00:00:48: Nicht immer, nicht um jeden Preis!

00:00:50: Und du musst ganz sicher auch nicht ihr bester Freund sein.

00:00:53: aber Menschen sollten grundsätzlich gerne mit dir arbeiten wollen denn die sollten nicht innerlich stöhnen wenn dein Name auf dem Display erscheint.

00:01:00: sie sollten auch keine Verachtung für dich zeigen und sich denken scheiße schon wieder ein Meeting mit dem sondern Es muss immer so sein dass Sie sagen ey das ist sinnvoll mit ihm zu arbeiten.

00:01:12: Ich kann mit ihm reden, ich weiß woran ich bin und Sympathie ist eine Führungsstärke.

00:01:17: Und wenn dein Wunsch gemocht zu werden zum Problem wird dann müssen wir da auch drüber sprechen weil natürlich auch der Faktor ist dass viele viele Führungskräfte auch immer wieder Angst davor haben nicht gemoht zu werden Angst dvor haben allein zu sein und Wir denken immer ganz oft Dass wir Härte mit Führungen Stärke verwechselt und deswegen uns auch gerne einreden ich muss nicht beliebt sein Meine Mitarbeiter müssen mich nicht mögen, die müssen mich nur respektieren.

00:01:43: Und deswegen ist natürlich auch dieses alte Führungsbild, das Chef muss hart sein, Distanz schafft Autorität, nicht zu viel Persönliches keine Schwäche zeigen, bloß keine Fehler zu geben und bloß nicht zu nah am Team.

00:01:56: Warum eigentlich?

00:01:57: Denn Distanz erzeugt keine Autoritäten!

00:02:00: Nur weil ich mich also bedeckt halte heißt es doch lange nicht dass sich jetzt eine gewisse Führung stärker habe.

00:02:06: Und es ist ja auch so, dass die Leute denken Ja aber wenn ich eine Schwäche zeige Dann wird mir das hier ausgelegt.

00:02:12: Warum?

00:02:14: Ich war der jüngste damals in meinem Team.

00:02:15: War das meine Schwäche?

00:02:16: Klar!

00:02:16: Also stehe ich dazu.

00:02:18: Kann ich gewisse Dinge nicht, die mein Team kann?

00:02:20: Natürlich kann ich sie nicht.

00:02:21: Sie sind in vielen Bereichen besser als ich.

00:02:23: Kann ich darüber sprechen?

00:02:24: Ja klar, kann ich darüber reden.

00:02:26: Allein zu den Schwächen zu stehen Ist doch ne Art von Stärke.

00:02:30: Das ist ja dieses Thema im Bereich Charisma.

00:02:32: Das heißt selbstbild und selbstbewusst sein Ganz klar zu sagen, was kann ich?

00:02:36: Was kann ich nicht und dazu zu stehen.

00:02:39: Und das bedeutet eben dass das dir einen gewissen Respekt verschafft.

00:02:43: Das heißt natürlich kannst du sympathisch unkonsequenz sein.

00:02:46: Du kannst freundlich unklar sein!

00:02:49: Du kannst Verständnis haben und nein sagen.

00:02:51: Und du kannst mit Mitarbeitern lachen und trotzdem kannst du streng sein.

00:02:55: Das heisst Sympathie und Konsequenzen sind keine Gegensätze ganz im Gegenteil.

00:03:00: Und Sympathy ist in der Führung einfach wichtig.

00:03:03: Menschen beurteilen andere nach zwei Fragen.

00:03:07: Kann er was?

00:03:08: Jupp, kann ich den Menschen vertrauen?

00:03:12: Jup!

00:03:13: Und dieses Thema Konsequenz und Kompetenz das führt natürlich zusammen dass der Mitarbeiter einen Mehrwert indesiert und zwar mehr Wert indem er sagt okay Der Chef bringt mir etwas.

00:03:23: Er befriedigt meine Bedürfnisse für den Bereich Ruhe, für meinen Bereich Weiterentwicklung, Für den Bereich Dass die Regeln eingehalten werden und dass der Laden funktioniert.

00:03:32: Und der Rest ist natürlich, dass er mir sagt okay was bringt er mir?

00:03:36: indem ich mich hier wohl fühle.

00:03:37: Indem ich hier gerne arbeite, indem ich hier gern hingehe und das heißt natürlich wenn mein Chef fachlich brillant ist aber menschlichen Arschloch es dann kann ich natürlich für ihn für ihn Arbeit.

00:03:47: Aber erzähle ich ihm an frühzeitig von meinem Fehler den ich vielleicht gemacht habe komme Ich mit einer unfertigen Idee im zieh.

00:03:54: ihm da sie sage ich hab dann mir etwas überlegt ich habe eine idee bitte ich um Hilfe sag ich offen dass ich andere Meinung bin oder spreche ich Problemen an, bevor sie eskalieren?

00:04:03: Eher nicht!

00:04:04: Und das habe ich auch gesehen.

00:04:05: Ich hatte mal wirklich eine Führungskraft.

00:04:07: Das ist ja so eine Folge die ich auch einmal gemacht hab was tun wenn der Chef ein Arschloch ist?

00:04:11: und da sind genau diese Dinge passiert dass man sich eben nicht ihm öffnet, dass man eben nicht zeigt alles klar hey ich habe hier ne Idee oder ich könnte mich noch mit einbringen sondern weil eben die Mitarbeiter sich dann eher zurückziehen.

00:04:24: Das heißt Menschen müssen dich nicht mögen um für dich zu arbeiten aber wenn Sie dich mögen und respektieren dann arbeiten sie anders mit dir.

00:04:31: Deswegen ist Sympathie kein nettes Extra, die Beziehung beeinflusst die Zusammenarbeit.

00:04:37: und jetzt natürlich die Frage wie entsteht Sympathy?

00:04:40: Und da reicht nicht sei halt nett mach ab und zu mal ein Kompliment sondern Sympatie entsteht durch verschiedene Dinge und da gehört natürlich auch Nähe dazu.

00:04:49: Menschen dürfen etwas über dich wissen.

00:04:52: Du musst nicht eine komplette private Offenlegungen machen du musst dich auch nicht durchskezieren und allen sagen wie toll du bist und was du alles machst und was so alles kannst.

00:04:59: Aber warum bist du eigentlich hier in deiner Funktion und wer bist du hinter deiner?

00:05:06: Das heißt, Menschen bauen keine Beziehungen zu einer Stellbeschreibung auf sondern die bauen eine Beziehung zu dir auf.

00:05:11: D.h.,

00:05:11: sie dürfen noch Dinge über dich wissen!

00:05:13: Und da sprechen wir natürlich über Gemeinsamkeiten – ehliche Erfahrungen, Humorsport-, Familie-, Musik-Herkunft, gemeinsame Herausforderungen.

00:05:23: Du darfst da einfach Gespräche zulassen, indem Gemeinsamenheiten rauskommen.

00:05:27: Und das ist ja oftmals das Einfachste, dass man sagt okay hey ich habe Dinge wie du auch erlebt.

00:05:31: Ich war früher auch anders gerade wenn man vielleicht mit jungen Leuten spricht nur im Azubi spricht.

00:05:36: Gemeinsame Erlebnisse einfach darstellen die man auch vielleicht mal durch hat, die man nicht so ganz glatt gemeistert hat.

00:05:42: Das heißt du musst auch nicht erzählen ja ich war total krass sondern hey ich hab genauso was Krasses überleben und mich hat es damals heraus gefordert und für mich war's damals auch nicht einfach!

00:05:52: Und...das ist schon mal Punkt eins.

00:05:54: Zweitens echtes Interesse.

00:05:55: Das heißt nicht einfach fragen, wie weit bist du mit Aufgabungs-Y?

00:05:58: Sondern hey!

00:05:59: Wie geht's dir

00:05:59: eigentlich?!

00:06:00: Wie fühlst Du Dich im Moment?

00:06:02: Wie fühls Du DICH auch in der Zusammenarbeit mit mir?

00:06:04: Wie fühlst Du dich mit der Zusammenarbeiten mit den Kollegen und dann sich auch Dinge merken.

00:06:10: Das heißt auch da war es für mich ganz bewusst wichtig.

00:06:13: Ich habe einem Azzug gesprochen, der erzählt mir, er hat in acht Wochen eine Führerscheineprüfung.

00:06:17: ich hab mir das in den Kalender eingetragen Und hab nach acht Wochen gefragt, wie lief´s denn?

00:06:21: Das heißt sich einfach diese Kleinigkeiten merken Prüfung des Kindes, Wettkampf, Urlaub, Umzug, persönliche Entwicklung berufliche Ziele.

00:06:29: Kleine Fragen und immer wieder eine Frage und wie ist das eigentlich ausgegangen?

00:06:32: Und das zeigt hey ich habe dir beim letzten Mal zugehört!

00:06:36: Das schafft Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit sorgt dafür dass sich jemand geschmeichelt fühlt und das sorgt für Dinge die eben dann auch sympathisch sind.

00:06:45: Dann gibt er auch eigene Fehler zum.

00:06:47: stark gesetzt sind wirklich ey da lag ich falsch oder das war meine Entscheidung und die waren nicht gut.

00:06:52: Das zeigt eben, hey dass ihr sehen wer es reflektiert.

00:06:55: Der macht das macht den nicht automatisch schwach sondern im Gegenteil.

00:06:58: Kompetenz plus Menschlichkeit können sehr sehr stark wirken.

00:07:03: Perfektion schafft vielleicht Bewunderung aber Menschlichkeit schafft Verbindung und das ist für mich auch einer der wo ich glaube ich einigermaßen gut mit klarkommen zumindest die Selbstironie.

00:07:15: Ich kann mich hier in dem Podcast setzen Und wenn jetzt die Bildwelt anders kann ich auch darüber sprechen.

00:07:22: Ja, dafür kann ich aber einigermaßen gut reden und vielleicht hilft mir das an der einen oder anderen Stelle.

00:07:26: Und diese Selbstironie ist natürlich auch wichtig, dass man sich selber nicht immer tot ernst nimmt sondern dass man über sich selber lachen kann.

00:07:33: Nicht jede Bemerkung als Angriff auf die eigene Autorität auch interpretieren.

00:07:37: Natürlich wenn Mitarbeiter mal ein Joke macht hey nimmst du auf, nimmts locker, kann man mal machen Wenn es too much is, setzt ne Grenze sprich genau da drüber!

00:07:47: Das meine ich damit dass man einfach genau das bringt Und deswegen auch mit dieser Angenmessen und Offenheit umzugehen.

00:07:53: Auch mal sagen, ey das fällt mir gerade selber nicht leicht da war ich früher richtig schlecht drin und das musste ich auch erst lernen oder da geht es mir im Moment auch nicht gut mit.

00:08:00: Auch das ist ein Punkt dass dürfen Mitarbeiter spüren und auch erfahren.

00:08:04: Das heißt im Endeffekt darf man auch mal sagen hey ich habe grad privat echt Struggle oder ich bin echt müde Ich brauche meine Auszeit.

00:08:11: Hey Leute ich muss nächste Woche mal zwei Tage runterfahren ich werde mal raus fahren.

00:08:16: Das kann einfach auch zeigen war, der ist auch verletzlich genau wie ich.

00:08:19: Er ist menschlich und das solltest du einfach zeigen.

00:08:23: Und wichtig ist am Ende gibt es trotzdem eine Grenze.

00:08:26: Das heißt Du musst nicht alles dafür tun möglichst beliebt zu sein auf gar keinen Fall!

00:08:31: Du solltest wollen dass deine Mitarbeiter dich mögen.

00:08:33: Du solltest es aber nur nicht brauchen.

00:08:36: Das heisst sobald du Sympathie brauchst beeinflusst das deiner Entscheidung.

00:08:42: und dann passiert folgendes ein Mitarbeiter bringt eine schlechte Leistung.

00:08:44: Du müsstest es eigentlich ansprechen machst es aber nicht Und das ist die Grenze.

00:08:49: Das heißt, im Endeffekt entsteht Sympathie natürlich zwischen den Zeilen.

00:08:53: Natürlich entsteht Symphatiet zwischendurch aber es darf nicht das entscheiden dass du sagst okay jetzt spreche ich mit dem Mitarbeiter nicht oder ich setz jetzt keine kleine Grenze.

00:09:04: Ich müsste nein sagen sage aber ja weil mir die Sympathy so wichtig ist.

00:09:08: und selbst da gibt es auch manchmal Unterschiede zwischen Mitarbeitern.

00:09:14: Du hast jemanden der sehr stark ist gut unterwegs ist, mit dem du eine persönliche Verbindung für dich hast.

00:09:20: Und da merkst du okay, da will ich mich nicht unberliebt machen und deswegen lässt du es durchgehen dass er zu spät kommt.

00:09:26: Das darf nicht sein.

00:09:28: das heißt du müsstest eine Grenze setzen machst aber die Ausnahme.

00:09:30: Du musst Konsequenz sein gibts ihm auch noch mal Chancen und irgendwann sagst du ich führe halt menschlich.

00:09:36: nein nein nein du vermeidest gerade Konflikte.

00:09:38: Das ist ein großer Unterschied.

00:09:41: Ein Mitarbeiter darf dich auch mal scheiße finden in dem Moment.

00:09:44: Okay das gehört zur Führung dazu.

00:09:46: Du lehnst ein Urlaub ab, du gibst kritisches Feedback.

00:09:49: Du entscheidest dich bei einer Beförderung für jemand anders.

00:09:51: Du setzt Grenzen und sagst nein das ist wichtig und das musst du auch aushalten

00:09:55: können.".

00:09:57: Und das meine ich damit?

00:09:58: Deine Mitarbeiter müssen nicht zwingend deine Entscheidungen mögen!

00:10:04: Das ist eben der Punkt.

00:10:05: Auch wenn du meine Entscheidung gerade scheiße findest solltest du wissen dass ich dich fair und respektvoll behandle... ...und dazwischen entscheiden die sympathischen Faktoren.

00:10:15: Genau das sollte eben der Punkt sein, dass du ganz klar bestimmst wer du bist, wer du sein möchtest und dass du eben ganz klar sagst okay Du musst nicht everybody's darling sein.

00:10:25: Du darfst aber beliebt sein!

00:10:27: Du musst dich mit jedem befreundet sein, du musst dich überall eingeladen werden... ...du musst dich jedes private Problem deiner Mitarbeiter lösen.

00:10:34: Du musst auch nicht immer gute Stimmung machen und Konflikte vermeiden Sondern eben du darfst unbequem sein, tu darfst fordern, du darfest Grenzen setzen Aber du musst Menschen dafür nicht schlecht behandeln.

00:10:46: Und deswegen frage dich immer wieder, okay, freuen sich deine Mitarbeiter grundsätzlich auf Gespräche mit dir oder haben sie Bauchschmerzen?

00:10:53: Kennen meine Mitarbeiter auch den Menschen hinter meiner Funktion.

00:10:56: Also wissen Sie wer du bist was du treibst, was dich vielleicht auch umtreibt.

00:11:02: Kannst du vor deinem Team sagen da lag ich falsch.

00:11:05: Interessierst Du Dich für Deine Mitarbeiter und kannst du Mitarbeiter die du wirklich magst auch mal Klar, begrenzen indem du dann auch klar einen Nein sagst.

00:11:17: Das sind die wichtigsten Fragen die für dich funktionieren sollten.

00:11:19: das heißt deine Mitarbeiter müssen nicht deine besten Freunde sein.

00:11:22: sie müssen sich nicht zu ihrer Hochzeit einladen das sollte klar sein.

00:11:26: aber Sie müssen gerne mit dir arbeiten und Sie sollten natürlich auch ganz klar sagen können okay hey mein Chef ist sympathisch.

00:11:33: Mein Chef darf Nähe zeigen um mein Chef darf auch menschlich sein denn Führung ist klar Und wir verbringen so viel Zeit miteinander, dass Respektvolles miteinander gut ist.

00:11:46: Das aber auch wohlfühlen cool wäre, weil es eben ein langer Zeitraum ist, den wir miteinander verbringen.

00:11:54: Sei seine Führungskraft mit der Menschen gerne arbeiten, aber nicht eine Führungskraft die alles dafür tut damit Menschen sie mögen.

00:12:02: und deswegen frage dich und das ist die letzte Entwicklungsfrage für heute wieder.

00:12:06: Arbeiten deine Mitarbeiter gerne mit dir oder arbeiten Sie nur für Dich?

00:12:12: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann wie immer.

00:12:15: Teil sie gerne mit jemandem der gerade führt oder geführt wird und wie immer sei gut zu dir, sei klar mit deinen Mitmenschen und Mitarbeitern.

00:12:21: Das war euer Markus.

00:12:35: Ciao!

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