Chefsache #59 - Dein Obstkorb macht niemanden gesund.

Shownotes

Dein Obstkorb macht niemanden gesund.

3 Führungsfehler, die Mitarbeiter belasten – und warum du früher nach ihrer Zufriedenheit fragen solltest.

Obstkorb, Fitnesszuschuss und Gesundheitstag: Viele Unternehmen investieren in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter.

Doch was passiert, wenn gleichzeitig Arbeitsüberlastung, unklare Erwartungen, schlechte Dienstplanung oder Konflikte mit Führungskräften den Alltag bestimmen?

In dieser Folge von Chefsache geht es darum, warum Gesundheitsangebote allein nicht ausreichen und wie du als Führungskraft Belastungen frühzeitig erkennen und reduzieren kannst.

Die Folge knüpft an Chefsache #2 – Krankmeldungen im Griff an. Diesmal steht nicht das Krankenrückkehrgespräch im Mittelpunkt, sondern die Frage, was Führungskräfte bereits vorher tun können.


Die 3 wichtigsten Führungshebel

1. Zuverlässige Mitarbeiter nicht dauerhaft überlasten

  • Warum häufig dieselben Mitarbeiter einspringen und zusätzliche Aufgaben übernehmen.
  • Weshalb Zuverlässigkeit nicht mit unbegrenzter Belastbarkeit verwechselt werden darf.
  • Wie du Arbeitslast, Überstunden und Zusatzaufgaben fairer verteilst.
  • Warum fehlende Beschwerden kein Beweis für Zufriedenheit sind.

„Deine zuverlässigsten Mitarbeiter sind nicht automatisch deine belastbarsten. Manchmal sind es einfach die, die am längsten nichts sagen.“

2. Klarheit statt Dauerunsicherheit schaffen

  • Wie unklare Erwartungen und wechselnde Prioritäten belasten.
  • Warum widersprüchliche Rückmeldungen Mitarbeiter verunsichern.
  • Welche Rolle berechenbares Führungsverhalten spielt.
  • Wie klare Entscheidungsspielräume unnötigen Stress reduzieren können.

„Du kannst Mitarbeiter auch erschöpfen, ohne ihnen eine einzige zusätzliche Aufgabe zu geben.“

3. Mitarbeiterfeedback einholen, bevor Probleme eskalieren

  • Warum die Frage „Alles gut bei dir?“ häufig nicht ausreicht.
  • Weshalb Mitarbeiter Probleme mit ihrer Führungskraft nicht immer offen ansprechen.
  • Wie regelmäßige, vertrauliche Mitarbeiterbefragungen Belastungen sichtbar machen können.
  • Warum die Ergebnisse nur dann wertvoll sind, wenn daraus konkrete Maßnahmen entstehen.

„Nur weil deine Mitarbeiter dir etwas sagen könnten, bedeutet das nicht, dass sie sich auch trauen.“


Zwei Tools für einfache Mitarbeiterbefragungen

Microsoft Forms

Ein unkomplizierter Einstieg für kurze Mitarbeiterbefragungen, insbesondere wenn Microsoft 365 bereits im Unternehmen eingesetzt wird.

https://forms.office.com/

easyfeedback

Ein spezialisiertes Befragungstool mit Vorlagen und Auswertungsmöglichkeiten, auch für Unternehmen mit mehreren Standorten.

https://easy-feedback.de/mitarbeiterbefragung/

Praxisempfehlung: Lieber alle zwei bis drei Monate fünf relevante Fragen stellen als einmal jährlich einen umfangreichen Fragebogen durchführen, dessen Ergebnisse anschließend in der Schublade verschwinden.

Wichtig: Besonders in kleinen Teams können Antworten trotz fehlender Namensabfrage Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen. Deshalb Vertraulichkeit und Datenschutz bei der Durchführung und Auswertung berücksichtigen.


5 Fragen für deine nächste Mitarbeiterbefragung

Die ersten vier Aussagen können auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet werden.

1. Arbeitsbelastung

„Ich kann meine Arbeitsmenge in der vorgesehenen Zeit bewältigen.“

2. Klarheit

„Ich weiß genau, was von mir erwartet wird.“

3. Offenheit

„Ich kann Probleme ansprechen, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.“

4. Unterstützung

„Meine Führungskraft unterstützt mich, wenn die Belastung zu hoch wird.“

5. Konkreter Verbesserungsbedarf – Freitext

„Was sollten wir konkret verändern, damit du hier besser arbeiten kannst?“

Wiederhole die Befragung regelmäßig, um Entwicklungen erkennen zu können.

Die Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche Belastungen, sind aber keine medizinische Diagnose und beweisen keinen Zusammenhang mit individuellen Erkrankungen.


Was nach einer Mitarbeiterbefragung passieren muss

Mitarbeiterfeedback ist nur dann sinnvoll, wenn du mit den Ergebnissen arbeitest.

Drei Schritte sind entscheidend:

1. Rückmelden, was du gehört hast.

Welche Themen beschäftigen deine Mitarbeiter besonders?

2. Konkrete Maßnahmen festlegen.

Was wird verändert? Wer ist verantwortlich? Bis wann?

3. Offen erklären, was nicht verändert werden kann.

Nicht jeder Wunsch lässt sich erfüllen. Aber Entscheidungen sollten nachvollziehbar sein.

„Wenn du Feedback einsammelst, musst du bereit sein, Führung zu verändern – nicht nur eine Präsentation zu erstellen.“


Krankenstand ist nicht gleich Mitarbeitergesundheit

Ein niedriger Krankenstand bedeutet nicht automatisch, dass Mitarbeiter gesund oder zufrieden sind. Manche Menschen kommen auch krank zur Arbeit.

Umgekehrt ist ein hoher Krankenstand kein automatischer Beweis für schlechte Führung.

Deshalb lohnt sich der gemeinsame Blick auf verschiedene Indikatoren:

  • Fehlzeiten und deren Entwicklung
  • Mitarbeiterzufriedenheit und wahrgenommene Arbeitsbelastung
  • Überstunden und kurzfristige Dienstplanänderungen
  • Fluktuation
  • Konflikte und Zusammenarbeit
  • Offenheit und Vertrauen gegenüber Führungskräften

Entscheidend ist nicht allein, wie häufig Mitarbeiter fehlen, sondern auch, unter welchen Bedingungen sie arbeiten.


Die wichtigsten Gedanken aus der Folge

„Ein Obstkorb gleicht keine Führung aus, die Menschen jeden Tag Energie kostet.“

„Schau nicht nur auf den Krankenstand. Schau auf die Menschen dahinter.“

„Feedback ohne Konsequenz ist irgendwann nur noch Beschäftigungstherapie.“

„Gute Führung verhindert nicht jede Krankheit. Aber sie sollte möglichst keine zusätzliche Ursache dafür sein.“


Entwicklungsfrage der Folge

Wenn deine Mitarbeiter heute völlig anonym sagen könnten, was sie bei der Arbeit belastet – welche Antwort würdest du am liebsten nicht hören?

Vielleicht liegt genau dort dein größter Hebel als Führungskraft.


Weiterführende Ressourcen

Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Mental health at work

Informationen über psychosoziale Risiken und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen.

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-health-at-work

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Informationen zu psychischer Belastung und Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz.

https://www.baua.de/


Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann teile sie gern mit jemandem, der gerade führt – oder geführt wird.

Und wie immer:

Sei gut zu dir. Sei klar mit deinen Mitmenschen und Mitarbeitern.

Jingle by ExplorerAUDIO

Transkript anzeigen

00:00:08: Du kannst den schönsten Obstkorb der Welt aufstellen.

00:00:22: Wenn deine Mitarbeiter im Bauchschmerzen zur Arbeit kommen, dann hast du trotzdem ein Problem.

00:00:26: Herzlich willkommen zu Chefsache dem Podcast für menschliche und wirksame Führung!

00:00:30: Mein Name ist Markus und wir sprechen heute mal wieder über das Thema Krankheitstage.

00:00:34: In einer ersten Folge habe ich darüber gesprochen wie es sich lohnt damit umzugehen kranken Rückkehrgespräche etc.

00:00:41: zu führen

00:00:42: aber

00:00:43: Das reicht nun mal leider nicht aus.

00:00:45: Das heißt, wir versuchen manchmal Gesundheitsangebote zu schaffen und Probleme zu lösen.

00:00:49: Wir führen Krankenrückergespräche aber die Frage ist bringt das was?

00:00:54: Und natürlich ist es ganz klar wir haben jetzt wieder Krankenzeit Es ist Herbst und natürlich werden wir mehr Krankheitstage haben.

00:01:01: Aber nichtsdestotrotz hat sich auch dieses Jahr wieder in Deutschland gezeigt wir sind in Europa absoluter Führer Was das angeht und dass ist vielleicht gar nicht so gut.

00:01:09: und die Frage is ja wie kriegen wir das denn vielleicht den Griff?

00:01:12: Und ein Punkt ist natürlich macht Unzufriedenheit krank.

00:01:16: Nicht jeder unzufriedene Mitarbeiter wird krank, das ist schon mal klar und nicht jeder kranke Mitarbeiter ist auch unzuffrieden.

00:01:22: Infektekronische Erkrankungen, private Belastung gehören definitiv dazu.

00:01:26: Das heißt wir sehen eindeutig wie viel Einfluss haben wir selber auf das Thema Krankheit?

00:01:32: Wie viele Einflüsse hat unser Mitarbeiter selber da drauf mit allem was dazugehört?

00:01:36: Das heißt es ganz klar!

00:01:37: Wir haben eine Verantwortung.

00:01:39: er hat ne Verantwortung Und unsere Verantwortung, die ist gar nicht so gering.

00:01:43: Man schätze ungefähr dreißig Prozent liegt das dabei.

00:01:46: Denn Gründe wie dauerhafte Überbelastung, fehlende Unterstützung, anhaltende Konflikte, unklare Erwartungen oder auch ein geringer Handlungsspielraum können die psychische Gesundheit belasten.

00:01:58: und jetzt denken wir alle ja sind wieder an alle Psychischein verkrankt?

00:02:01: Das ist immer ein Zusammenspiel!

00:02:03: Es gibt das Prinzip der Psychosomatik, das ist nicht nur im Prinzip sondern es Das heißt Menschen, die sich nicht wohlfühlen in dem Körper werden tendenziell auch körperlich krank.

00:02:12: Weil sie eben auch nicht gut fühlen gesund fühlen.

00:02:14: das heißt jeder der weiß okay er hat psychischen Druck der wird müde wenn müder ist ist niedergeschlagen.

00:02:20: wir haben eine hohe cortisol ausschüttung.

00:02:22: das heißt dass sind einfach immunreaktionen hier vorgerufen werden.

00:02:26: das sind hormone die im gange sind die entzündungen hemme oder auch entzünden hervorrufen.

00:02:31: und somit muss klar sein wenn also die psychische komponente auch eine körperliche Komponente ist, dann haben wir Führungsverantwortung.

00:02:41: bedeutet beeinflussbare Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu verbessern.

00:02:45: Und du kannst nicht verhindern dass Menschen krank werden aber du kannst helfen das die Arbeit nicht zusätzlich krank macht!

00:02:55: Dann sprechen wir wie immer über Wahrscheinlichkeiten.

00:02:57: Das ist ja auch das Prinzip was einer meiner Chefs mal gesagt hat der sagt hey Markus wenn Mitarbeiter länger als ne Woche krank sind dann läuft was falsch oder mehr als eine Woche pro Jahr krank sind.

00:03:07: Und wenn jemand mehr als zehn Tage krank ist, dann denke ich mir schon so okay, hey!

00:03:11: Dann ist vielleicht was nicht richtig und die Verantwortung liegt aber nicht nur bei Mitarbeiter sondern auch bei dir selbst.

00:03:17: Und somit ist der Obstkorb nicht das Problem.

00:03:19: Das heißt du hast zwölf Mitarbeiter, Dienstpläne werden kurzfristig verändert, zuverlässige Mitarbeiter springen dauernd ein, verteilt.

00:03:28: Kritik vor versammelter Mannschafts gibt kaum Anerkennung.

00:03:31: Überlastungen wird mit ja wir haben halt alle viel zu tun abgetan.

00:03:34: Und dann stellt es zum kostenlosen Obstkorb.

00:03:36: nun.

00:03:37: Wie soll der denn verhindern, dass es deinen Mitarbeitern besser geht?

00:03:43: Wenn sich die Dienstplanung nicht verändert und wenn sich die Belastung nicht ändert, wenn sich der Umgangston nicht verändert, wenn die Wertschätzung nicht besser wird und wenn die Führung nicht besser werden.

00:03:51: Das heißt ein Obstkorb, der gleicht keine schlechte Führungen aus.

00:03:54: Das kannst du schon mal definitiv vergessen!

00:03:56: Und wenn Du auch eine Krankenkasse reinholst und sie sagt ja wir machen hier mal mit den Bestandsaufnahmen... da werden deine Mitarbeiter ja nicht sagen, ich werde schlecht geführt.

00:04:04: Weil das kriegen die manchmal gar nicht zusammen sondern dann wird geguckt okay steht genügend Wasser zur Verfügung.

00:04:10: wie ist die Arbeitsbelast ergonomie?

00:04:12: Wie ist die arbeitsbelastung insgesamt?

00:04:14: und wenn sie dann sagen ja die Arbeits belastung ist hoch, dann denkst du ja meine auch was wollen die denn?

00:04:20: und dass es eben ein punkt wo wir gucken müssen dass wir eben schauen und das ist ja ganz oft so eine Mitarbeiterin ist zuverlässig springt immer ein über einem zusätzliche schichten sagt selten nein Rettet regelmäßig ruhig die Niedsplanung, irgendwann fällt sie aus.

00:04:34: Und dann denkst du dir ausgerechnet Sie auf die konnte ich mich doch immer verlassen und somit sagst Du hey zuverlässigkeit ist ungleich Belastbarkeit.

00:04:47: das heißt wir haben nun mal keine unbegrenzte belastbarheit und wenn ein mitarbeiter ausfällt weil er nicht mehr kann und dass kann der körper im einfach mal signalisieren Dann ist der für dich nicht unzuverläßig.

00:05:00: Das sollte nicht so sein.

00:05:02: Aber das passiert immer wieder.

00:05:03: Und nicht nein zu sagen bedeutet auch, dass jemand noch Kapazitäten hat, sondern vielleicht hat er uns schlecht gewissen.

00:05:08: Vielleicht ist jemand einfach mit einem kleinen Helfersyndrom ausgestattet oder spürt auf den Druck durch dich und geht dann eben über die Grenzen hinaus.

00:05:17: Deswegen sollte man schon gucken, dass die zuverlässigsten Mitarbeiter nicht automatisch auch die belastbarsten sind.

00:05:23: Manchmal sind es einfach die, die am längsten nichts sagen.

00:05:27: Deswegen auch mal anschauen, wie konkret springen die Leute ein.

00:05:30: Wer macht regelmäßig Überstunden?

00:05:31: Wer übernimmt ständig Zusatzaufgaben?

00:05:33: Ist die Belastung auch fair verteilt?

00:05:35: und Prioritäten oder Erholungen müssen auch ernst genommen werden – auch von dir!

00:05:39: Das heißt, die Frage ist verteilig verantwortungsfähre oder einfach an denjenigen bei denen ich am wenigsten Widerstand bekomme?

00:05:46: Und das ist etwas, das erleben wir immer wieder.

00:05:48: Ich habe es auch erlebt in Unternehmen.

00:05:51: Wir hatten damals ... In dem Unternehmen, wo ich war im Fitnessbereich.

00:05:59: es gab fünfundachzig mit einem Betriebsrat.

00:06:01: Es gab eine Figiale die kein Betriebesrad hatte.

00:06:03: das waren meine mussten wir ein Personalkonzept einführen was auf deutlich weniger Stunden basiert hat?

00:06:10: ja es wurde bei mir getestet haben dass alle gefeiert.

00:06:12: nein und das ist nun mal so einen Punkt nur weil es bei uns läuft heißt nicht dass bei uns alles glatt läuft dann ab.

00:06:19: Das hat auch für den Motivation gesorgt das hat auch dafür gesorgt dass mein Krankenstand hoch gegangen ist.

00:06:24: war ich damit happy?

00:06:25: Nein!

00:06:25: Alles andere.

00:06:27: Und genauso gehört auch dazu, dass natürlich Stress auch für Krankheitssorgung.

00:06:33: und Stress entsteht nicht nur durch Arbeitsmenge sondern auch durch unklare Erwartungen, durch wechselnde Prioritäten, durch widersprüchliche Ansage, unberechenbare Reaktionen oder auch fehlende Entscheidungsspielräume.

00:06:44: Das ist ja allein schon wenn du schlecht delegierst und sagst so Du bist jetzt für das Ergebnis verantwortlich wie es mir scheißegal macht dann entsteht dadurch Druck.

00:06:54: Druck entsteht oftmals auch durch Unwissenheit.

00:06:56: Und das sorgt eben auch dafür, dass jemand sagt hey ich kann nicht mehr oder eventuell der Körper sagt es und auch bei Handlungs- oder Entscheidungsspielräumen, dass man also nichts sagt.

00:07:08: Hey was hast du klar zu entscheiden?

00:07:10: Das sind deine Parameter, das sind deine Rahmenbedingungen Sondern Du als Chef sagst sagen warum hast du mich nicht gleich gefragt?

00:07:16: Oder musst du wegen jeder Kleinigkeit zu mir kommen?

00:07:19: Hey Beide sind Ermessensspielräume die du festlegen kannst um beide geben Sicherheit.

00:07:24: Du kannst dir Mitarbeiter auch erschöpfen, ohne ihnen eine einzige zusätzliche Aufgabe zu geben.

00:07:29: Wenn Maßnahmen nicht konkret formuliert sind?

00:07:32: Wenn Prioritäten nicht benannt sind?

00:07:34: wenn Entscheidungsspielräume nicht definiert sind.

00:07:37: das musst du also alles sachlich regeln, alles queren.

00:07:40: Das ist immer wieder das wo ich sage sprich Klare Prozesse Sprich klar über Automatisierung.

00:07:45: das heißt dass alles wiederholbar ist und dass du auch rennbärlig bist denn Dein Mitarbeiter muss nicht jede Entscheidung gut finden, aber er sollte wissen woran er bei dir ist.

00:07:56: Und das ist eben dass ein guter Chef ist berechenbar und ich auf der einen Seite warum hast du mich nicht gefragt?

00:08:01: Und fünf Minuten später ihr musst mit jeder Kleinigkeit zu mir kommen.

00:08:05: Kläre klar ab was du von ihm möchtest, was dein Entscheidungsspielraum ist und alles was du brauchst.

00:08:11: Jetzt kommt für mich der wichtigste Hebel frag deine Mitarbeiter vorher bevor sie ausfallen.

00:08:17: Das heißt Unternehmen bemessen Ganz oft Krankenstände, Fehlzeiten, Fluktuation und Personalkosten.

00:08:24: Aber der größte Hebel hier übrigens auch für Umsatz, für Erfolg ist die Mitarbeiter zur Friedenheit.

00:08:30: Da reicht es nicht zwischendurch mal hinzugehen und zu fragen, alles gut bei dir?

00:08:34: Nein!

00:08:35: Weil da ist die Standortantwort immer, das ist alles gut.

00:08:38: Unzufriedenheit wird halt nicht immer offen ausgesprochen.

00:08:41: Das Problem kann's auch selbst gut sein.

00:08:43: Und gerade beim Machtverhältnissen ist es manchmal schwierig dass deine Kritik nach oben kommt.

00:08:49: Es ist sowieso so, umso höher du bist.

00:08:51: Umso grüner wird die Kritik, die in deine Richtung kommt.

00:08:54: und weil Mitarbeiter eben auch mögliche Nachteile befürchten.

00:09:00: und eine offene Büro-Tour bedeuten nicht automatisch ehrliches Feedback.

00:09:04: Sei es nur weil deine Mitarbeiter dir etwas sagen können bedeutet das nicht dass sie sich auch trauen.

00:09:07: ich erlebe immer wieder, dass Mitarbeiter aus Unternehmen erstmal zu mir kommen, dass sie mich zum Teil auch anrufen, dass Sie mit mir sprechen wollen, weil sie sich das nicht trauen, weil Markus, wir haben hier folgende Situation.

00:09:21: Wie sollen wir das als Mitarbeiter lösen?

00:09:23: Wir wissen nicht wie!

00:09:25: Wir haben auch Angst und das sind eben Dinge da musst du eingreifen.

00:09:29: Deswegen sage ich ganz klar regelmäßig Umfragen zu machen.

00:09:33: Da kannst du Microsoft Forms fürnehmen, da kannst du Easy Feedback für nehmen und dass mindestens zweimal im Jahr vielleicht auch im Quartal kurze Fragenbogen rumschicken.

00:09:43: Und ganz wichtig ist natürlich anonym machen.

00:09:46: Das Ganze natürlich Auch nicht, dass du irgendwelche unnötigen persönlichen Informationen erfragst wie Alter, Zugehörigkeit.

00:09:54: Das brauchst du gar nicht!

00:09:55: Du musst die Ergebnisse ausreichend zusammenfassen gegebenenfalls auch den Betriebsrat mit allen beziehen und natürlich Vertraulichkeit sicherstellen.

00:10:02: Und die wichtigsten Fragen.

00:10:03: ich habe dir einfach mal fünf mitgebracht, die wichtig sind.

00:10:06: Du kannst natürlich auch mit JGVT und Claude usw.

00:10:08: und so fort das ganze noch ergänzen.

00:10:10: aber es sollte auf jeden Fall Die Frage sein kann Ich meine Arbeitsmenge in der vorgesehenen Zeit bewältigen?

00:10:17: Weiß ich ganz genau, was von mir erwartet wird.

00:10:21: Ich kann Probleme ansprechen ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen!

00:10:25: Meine Führungskraft unterstützt mich wenn die Belastung zu hoch wird.

00:10:30: und fünftens Was sollen wir konkret verändern damit du hier besser arbeiten kannst?

00:10:34: Das sind fünf Fragen, die du dir beantworten lassen kannst.

00:10:38: Die ersten vier würde ich skalieren Skala von eins bis zehn Eins total schlecht, zehn super ganze Notensystem machen wie du möchtest und fünf mit Freitext.

00:10:49: Und das Ganze natürlich wiederholt machen, die Ergebnisse gern auch vorstellen und gerne auch Feedback zu dir einholen!

00:10:57: Das ist das was du gerne noch erkennen kannst.

00:10:59: aber wenn du diese fünf Fragen schon mal stellst dann ist es wichtig und jetzt geht's nicht darum hier einen Schulding zu suchen sondern wenn du merkst da sind Probleme und Du hast vielleicht auch einmal einen einzelnen gravierenden Ausreißer.

00:11:15: Gespräche führen Gespräche suchen, Lösungen suchen und dann entsprechend anfassen, anpacken, verändern.

00:11:24: Und wenn du merkst okay du bist selber das Problem.

00:11:26: Führungsseminar Hilfe holen Feedback einholen von deinen Mitarbeitern.

00:11:30: Vielleicht sagen sie Chef Du kannst gut führen aber du ist ab und zu ein bisschen cholerisch.

00:11:33: Hol dir das Feedback rein, brich mit ihnen Wenn die Arbeitsbelastung das Problem ist sprich wo hängt es?

00:11:39: Wo brauchen Sie mehr Hilfe?

00:11:40: Wo brauchen sie mehr Unterstützung?

00:11:42: Natürlich klar!

00:11:43: Sie werden oftmals sagen Ja da brauchen wir mehr Personal.

00:11:46: Das muss nicht immer die Lösung sein.

00:11:48: Aber adäquat dann auch mal durchzugehen, alles klar!

00:11:51: Wie hoch ist denn deine Aufgabenanzahl?

00:11:53: Welche Aufgaben hast du den ganzen Tag

00:11:56: über?!

00:11:57: Wie lange dauern denn diese Aufgaben?

00:11:59: und dann sieht man ja schon... ...ist das eine realistische Verteilung oder nicht?

00:12:01: Und ganz oft löst sich da schon einiges auf weil Du dann sagst hey erstens habe ich Dir es gar nicht aufgetragen und zweitens hat das doch gar keine Prio.

00:12:09: Das kannst Du auch einem Freitag machen, das muss nicht Montag Dienstag sein.

00:12:12: Echt?

00:12:12: Ja Und so werden sich Erwartungen direkt auflösen, direkt klären.

00:12:16: Deswegen nimm dir das Ganze mit!

00:12:18: Hol dir Feedback ein und veränder was!

00:12:22: Krankenstand ist nicht gleich Gesundheit.

00:12:25: Es kann immer sein dass du kranke Mitarbeiter hast Das wird auch klar sein.

00:12:30: Natürlich kann niedriger Krankenstand bedeuten Dass deine Mitarbeiter gesund sind Kann aber auch vorübergehen Bedeuten dass Mitarbeiter krank zur Arbeit kommen Kollegen nicht belasten wollen Und auch Angst von negativen Reaktionen haben.

00:12:42: Und deswegen solltest du solche Sachen abfragen, bevor du implodierst.

00:12:46: Weil das ist das was am Ende wirklich zählt so dass du sagen kannst alles klar meine Mitarbeiter sind nicht nur zuverlässig sondern die arbeiten hier auch gerne und das langfristig.

00:12:57: Denn gerade deine zuverlässige Mitarbeiterin wenn ihr die weg fällt boah es wird so teuer Das wird so ärgerlich weil meistens dann so ist die ist nicht nur ein Tag krank Sondern die erwischt es dann auch mal richtig und dann fällt ja auch mal ein paar Wochen aus.

00:13:10: Und deswegen ganz klar für dich, nimm das mit.

00:13:13: Frag dich wem belastig besonders stark wo erzeug ich vielleicht unnötige Unsicherheit und weiß sich wirklich wie zufrieden meine Mitarbeiter sind.

00:13:21: Das ist das Entscheidende!

00:13:22: Wenn dir die Folge gefallen hat dann wie immer empfehle sie weiter und ansonsten heißt es für Dich sehr gut zu Dir, sei klar mit Deinen Mitmenschen, Dein Mitarbeitern Euer Markus.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.